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Die Infineon-Aktie
Kursrückgang der Infineon-Aktie von globaler Finanzkrise und drastischem Einbruch
Der Kurs der Infineon-Aktie spiegelte die positive Entwicklung des Infineon-Kerngeschäfts im Geschäftsjahr 2008 nicht wider und ging im Berichtszeitraum um 68 Prozent zurück. Ausgehend vom Jahreshoch von 11,95 Euro (Xetra-Schlusskurs) zu Beginn des Geschäftsjahrs 2008 verzeichnete die Infineon-Aktie über das Jahr hinweg einen fast kontinuierlichen Kursrückgang und erreichte am vorletzten Tag des Geschäftsjahrs, von den Ereignissen am US-Finanzmarkt beeinflusst, ihr Jahrestief von 3,66 Euro. Am Ende des Geschäftsjahrs lag der Kurs bei 3,92 Euro. Negative Einflussfaktoren waren die an Intensität im Jahresverlauf zunehmenden globalen Verwerfungen im Finanzsektor sowie Befürchtungen bezüglich einer Rezession der Weltwirtschaft. Ebenso wirkte sich die dramatische Krise im Markt für Speicherchips deutlich negativ auf den Kurs der Qimonda- und der Infineon-Aktie aus. Die Infineon-Aktie entwickelte sich daher im Berichtszeitraum schlechter als vergleichbare Indizes. So waren der Philadelphia Semiconductor Stock Index um 39 Prozent und der Dow Jones US Semiconductor Index um 36 Prozent rückläufig. In Europa fiel der Index Dow- Jones-Stoxx-50 um 31 Prozent, der Deutsche Aktienindex Dax verlor im selben Zeitraum 26 Prozent > ABBILDUNG 13.
13 INFINEON 2008: CHRONIK UND KURSVERLAUF
Von verbesserten Ergebnissen in Infineons Kerngeschäft und der Ankündigung des Kostensenkungsprogramms IFX10+, das jährliche Einsparungen von mehr als 200 Millionen Euro erzielen soll, profitierte der Kurs der Infineon-Aktie wegen der oben genannten negativen Faktoren nur unterproportional. Positive Effekte auf das operative Geschäft und den Aktienkurs hatten beispielsweise der Gewinn mehrerer Aufträge für die neue HSDPA-Plattform, unter anderem bei Samsung, der Beginn der Lieferungen der Ein-Chip-EDGE-Plattform an LG sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach der Ein-Chip-Lösung für Einsteigertelefone. Verschiedene Aufträge im Geschäft mit Industrie- und Automobilelektronik wirkten ebenfalls positiv. So gewann Infineon bei Volkswagen einen Auftrag für Mikrokontroller in der Kfz- Komfortelektronik.
Die Volatilität der globalen Märkte führte im Geschäftsjahr 2008 zu erhöhtem Handelsvolumen der Infineon-Aktie. Auf Xetra, dem Frankfurter Parkett und an den deutschen Regionalbörsen stieg das Handelsvolumen um 45 Prozent. Im Durchschnitt wurden täglich 15,2 Millionen Infineon-Aktien gehandelt, im Vorjahr waren es noch 10,5 Millionen Aktien. Die Handelsumsätze der Infineon-Aktie betrugen im Geschäftsjahr 2008 etwa 1,4 Prozent des Dax-30-Handelsumsatzes. Mit 2,7 Millionen täglich gehandelten Aktienzertifikaten (American Depositary Shares, ADS) erhöhte sich im Vergleich zu 2,2 Millionen ADS im Vorjahr auch das durchschnittliche Handelsvolumen an der New York Stock Exchange. Allerdings sank der Anteil der ADS an der Gesamtzahl der ausstehenden Infineon-Aktien im Berichtszeitraum: Während zu Beginn des Geschäftsjahrs noch 116,5 Millionen ADS im Umlauf waren (15,5 Prozent des Infineon-Grundkapitals), waren es zum Geschäftsjahresende noch 106,6 Millionen ADS oder 14,2 Prozent des Grundkapitals.
Wie in den Vorjahren schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung keine Dividendenzahlung vor, da die Muttergesellschaft des Konzerns, die Infineon Technologies AG, keinen Bilanzgewinn ausweist. Der kumulierte Bilanzverlust zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs beträgt 5.348 Millionen Euro (Vorjahr: 2.608 Millionen Euro).
14 DIE INFINEON-AKTIE: ÜBERBLICK
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